2026. jún. 2.

Eine nützliche praktische Methode zum Vergleich des Werts verschiedener Tätigkeiten

Obwohl die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in das ungarische Rechtssystem bis zum Stichtag 7. Juni 2026 nicht abgeschlossen wurde, bleibt das Thema auf der Tagesordnung, und es wird erwartet, dass der Prozess bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Die ungarische Regelung wird voraussichtlich den Bestimmungen der EU-Richtlinie weitgehend entsprechen, sodass Unternehmen mit der Überprüfung und Anpassung ihrer Vergütungssysteme beginnen können. Bei der Vorbereitung kann es hilfreich sein, die einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und der nationalen Gerichte zu berücksichtigen.

Hier ist eine nützliche praktische Methode zur Vergleichung des Wertes unterschiedlicher Tätigkeiten


Ein solches wegweisendes Urteil erging im Verfahren gegen das Modeunternehmen Next. Die Klage wurde von 3.500 im Verkauf tätigen Beschäftigten eingereicht, die der Auffassung waren, dass sie ungerechtfertigt schlechter bezahlt wurden als die im Lager tätigen Beschäftigten.

In seiner Entscheidung stellte das Gericht die Bewertung der Verkaufs- und Lagerpositionen dar. Es wurde untersucht, welche Kenntnisse für die Ausübung der Tätigkeiten erforderlich sind, in welchem Umfang die Beschäftigten Planungs- und Organisationsaufgaben wahrnehmen, ob sie Verantwortung für Arbeitsmittel und Sicherheit übernehmen, ob ihre Aufgaben Kommunikation, Kundenbeziehungen oder Schulungstätigkeiten umfassen, welcher geistigen und körperlichen Belastung sie ausgesetzt sind und unter welchen Arbeitsbedingungen sie tätig sind. Für die einzelnen Kriterien wurden Anforderungsstufen und Punktwerte festgelegt, und es wurde festgestellt, dass die beiden Tätigkeiten grundsätzlich gleichwertig sind. Next wurde verpflichtet, seine Vergütungspolitik anzupassen und den 3.500 klagenden Beschäftigten im Verkauf rückständiges Arbeitsentgelt in Höhe von rund 30 Millionen Pfund (etwa 13 Milliarden HUF) nachzuzahlen.

„Um ähnliche Situationen zu vermeiden, kann die Entwicklung einer Kompetenzmatrix ein geeigneter Lösungsansatz sein. Diese definiert die für jede Tätigkeit erwarteten Fähigkeiten und Kompetenzen und bildet die Grundlage für eine Vergütungsstruktur, die auf objektiven Bewertungen beruht und rechtlich Bestand hat“, betonte Dr. Adrienn Orosz, Leiterin der arbeitsrechtlichen Praxisgruppe von LeitnerLaw.

LeitnerLaw und LeitnerLeitner haben mit dem Geschäftsbereich „World of Work“ einen integrierten Ansatz geschaffen, der beschäftigungsrechtliche Fragestellungen ganzheitlich und in ihren Zusammenhängen betrachtet. Dadurch erhalten Mandanten über eine zentrale Schnittstelle Zugang zu umfassender arbeitsrechtlicher Expertise. In der Praxis bedeutet dies weniger Abstimmungsaufwand, geringere Risiken und eine stärkere Fokussierung. Sprechen Sie uns gerne an,wenn Sie Unterstützung bei der Entwicklung Ihrer Kompetenzmatrix und Vergütungsstruktur benötigen, oder wenden Sie sich mit Ihren arbeitsrechtlichen Fragen vertrauensvoll an uns.

In einem Einstufungssystem, das Entgeltgleichheit für gleichwertige Arbeit sicherstellen soll, werden Arbeitsplätze mit gleichem Wert derselben Kategorie (Grade) zugeordnet. Innerhalb einer Kategorie können jedoch verschiedene Tätigkeiten und Positionen zusammengefasst sein.

Die Gehaltsbänder sind den jeweiligen Kategorien zugeordnet und nicht einzelnen Positionen oder Stellen.

Die Vergütungsstruktur muss objektiv und geschlechtsneutral sein.

Zur Bewertung von Tätigkeiten sind allgemeine, branchenunabhängige Faktoren heranzuziehen. Es sollten mindestens vier Kriterien berücksichtigt werden: die erforderlichen Fähigkeiten, der erforderliche Aufwand, das Maß an Verantwortung sowie die Arbeitsbedingungen, wobei auch zusätzliche Aspekte einbezogen werden können. Je detaillierter das Bewertungssystem ist, desto objektiver wird der Vergleich. Ebenso ist es erforderlich, dass die Bewertung frei von Vorurteilen erfolgt.

Ungerechtfertigte Diskriminierung kann erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen:

Neben einer rückwirkend für bis zu drei Jahre geltend zu machenden Entschädigung der Arbeitnehmer ohne Höchstgrenze können gegen Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen, auch Geldbußen verhängt werden. Die genaue Höhe dieser Geldbußen steht noch nicht fest; die Sanktionen müssen jedoch verhältnismäßig, wirksam und abschreckend sein.


Weitere Details: 

Lohntransparenz in der Praxis: eine nützliche Methode zur Vergleichung des Wertes unterschiedlicher Tätigkeiten

Was bedeutet der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“?