Eine der größten Herausforderungen der neuen Verrechnungspreisverordnung ist die Verschärfung der Anforderungen an die Segmentierung. Dies gilt in besonderem Maße für die Erfüllung der Verrechnungspreispflichten für das Steuerjahr 2025, da es sich um ein Übergangsjahr handelt, in dem bestimmte Verpflichtungen bereits nach den neuen Regelungen erfüllt werden können, während andere weiterhin nach den bisherigen Vorschriften durchzuführen sind.
Warum ist Segmentierung im Verrechnungspreisbereich wichtig?
Dieser Ansatz ist jedoch nicht neu; vielmehr war er bislang lediglich nicht in dieser Klarheit in den Vorschriften verankert. Auch in früheren Steuerprüfungen untersuchte die NAV bereits, ob das Ergebnis tatsächlich den betreffenden verbundenen Transaktionen zugeordnet werden kann und ob Tätigkeiten mit unterschiedlichen Funktionsprofilen nicht „miteinander vermischt“ werden. Die wesentliche Änderung besteht somit darin, dass die Verordnung diesen Grundsatz ausdrücklich festschreibt und eine angemessene Aufgliederung sowie deren Nachweis verlangt, die die Grundlage für die Konsistenz zwischen Dokumentation und ATP-Daten bilden.
Wie ist eine sachgerechte Segmentierung vorzunehmen?
- Das dargestellte Ergebnis entspricht den Funktionen der getesteten Partei.
- Die den einzelnen verbundenen Transaktionen zuzurechnenden Umsätze und Kosten sind eindeutig von den Umsätzen und Kosten anderer Transaktionen abgegrenzt.
- Das daraus resultierende Ergebnis ist für eine Benchmark-Analyse geeignet.
Die Segmente dürfen daher weder zu weit gefasst noch auf Unternehmensebene aggregiert sein.
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Warum stellt die Segmentierung für die meisten Unternehmen eine Herausforderung dar?
Dies liegt vor allem daran, dass die Rechnungswesen- und Controllingsysteme der meisten Unternehmen nicht auf die Logik verbundener Transaktionen ausgerichtet sind, sondern nach rechtlichen Einheiten, Kostenstellen oder Geschäftsbereichen strukturiert sind. Daher ist es häufig sehr schwierig, den bestehenden Systemen die für die Segmentierung erforderlichen Daten zu entnehmen.
Dies gilt insbesondere für die Kosten. Selbst die direkten Kosten werden häufig nicht vollständig getrennt ausgewiesen, während die indirekten Kosten auf der Grundlage nachträglicher Schätzungen verteilt werden und daher nur schwer reproduzierbar sind. In vielen Unternehmen erfolgt die Segmentierung nicht auf Grundlage der wirtschaftlichen Realität, sondern danach, „welche Daten verfügbar sind“. Die neue Verrechnungspreisverordnung verlangt jedoch ausdrücklich, dass die Segmentierung die wirtschaftliche Realität widerspiegelt.
Warum stellt eine fehlerhafte Segmentierung bei der Erfüllung der Verrechnungspreispflichten für das Steuerjahr 2025 ein erhebliches Risiko dar?
Für das Steuerjahr 2025 besteht die Möglichkeit, für die lokale Verrechnungspreisdokumentation bereits die neuen Regelungen anzuwenden. Die Verrechnungspreis-Datenerhebung ist jedoch weiterhin nach den bisherigen Vorschriften durchzuführen. Dadurch kann den Berechnungen eine doppelte Logik zugrunde liegen.
Es kann vorkommen, dass die lokale Verrechnungspreisdokumentation bereits auf einer nach der neuen Verordnung erstellten segmentierten Ergebnisrechnung basiert, während die ATP-Formulare noch mit Daten auf Unternehmensebene ausgefüllt werden oder eine abweichende Segmentierung zugrunde gelegt wird. Da die NAV ihre Risikoanalyse auf Grundlage der ATP-Daten durchführt, kann eine von den ATP-Daten abweichende Berechnungslogik in der Verrechnungspreisdokumentation zu einem erhöhten Erklärungsbedarf führen.
Wie hängen Segmentierung und Benchmark-Analyse zusammen?
Um zu beurteilen, ob eine Segmentierung sachgerecht ist, genügt es, eine einfache Frage zu beantworten: Könnte auf dem Markt ein unabhängiges Unternehmen existieren, das genau diese Tätigkeit in dieser Form ausübt? Lautet die Antwort „Ja“, ist die Segmentierung mit hoher Wahrscheinlichkeit sachgerecht. Lautet sie „Nein“, sollte sie entsprechend angepasst werden.
Für ein zu breit abgegrenztes Segment lassen sich nur schwer geeignete unabhängige Vergleichsunternehmen finden, während eine übermäßig fragmentierte und zu eng abgegrenzte Segmentierung zu einem verzerrten Bild der Profitabilität führt.
Die Segmentierung ist somit eine Schlüsselfrage der neuen Verrechnungspreisverordnung. Es empfiehlt sich, den Fokus jetzt auf die Segmentierung zu legen und die vorzeitige Anwendung der neuen Regelungen der Verrechnungspreisverordnung erst dann in Betracht zu ziehen, wenn eine klare und stabile Segmentierung gewährleistet ist.
Lohnt sich die Anwendung der neuen Verrechnungspreisverordnung bereits für 2025?
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